Gegenüberstellung der grundsätzlichen Merkmale weiterführender Schulen Aachen-Ostbelgien

Eine Gegenüberstellung einiger Fakten zu deutschen und belgischen Schulen. Ohne Wertung, was besser oder schlechter ist! Kein Anspruch auf Vollständigkeit!  Einige Vorurteile sollen damit ausgeräumt werden. Kann man aber sicherlich immer weiter bearbeiten… Ob es als Entscheidungshilfe taugt, sei mal dahingestellt!? Was für das eine Kind gut ist, ist es für das andere Kind noch lange nicht. 
Noch zur Info: Eine Mutter im EBOB hat ein Kind in Deutschland in der Schule und das andere in Belgien, weil es für die Kinder so besser passte – Familien-organisatorisch sicherlich eine große Herausforderung! 
Gerne könnt ihr ergänzen und noch Fragen/Anmerkungen dazu senden und es auch weiterleiten…!

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Leitfaden zum möglichen Vorgehen bei Ärger in der Schule (vom EBOB erstellt, wir nehmen Anregungen gerne an )

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Pädagogischer Rat

 Es wird immer schwieriger, gerade in den Sekundarschulen, neue Mitglieder für die

Arbeit im Elternrat zu motivieren.
Woran liegt das?
Wir müssen die Arbeit in den Elternräten wieder interessanter gestalten.

Ein Mittel dazu könnte die engere Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium sein sprich die Zusammenarbeit im Pädagogischen Rat (PR). Auch wenn wir Elternräte per Dekret noch kein Recht haben uns in pädagogische Belange der Schule einzumischen, heißt das nicht, dass wir dazu keine Meinung oder sogar Sorgen und Ängste haben.

Im PR können Lehrer und Eltern direkt Informationen untereinander austauschen, ihre Meinungen einbringen und gemeinsam an Lösungen zusammenarbeiten. Die so gefundenen Lösungen stehen auf einer breiteren Basis und finden letztendlich so eine größere Akzeptanz. Probleme können schneller angegangen und Missverständnisse aufgeklärt werden. Schließlich geht es unmittelbar um die Zukunft unserer Kinder.

Die größte Hürde ist es, die Angst der Schule abzubauen, dass Eltern sich zu sehr einmischen könnten. Es ist an uns diese Barriere abzubauen und dem Kollegium den Mehrwert einer konstruktiven Zusammenarbeit mit uns Eltern aufzuzeigen. Die Schulen, in denen der ER bereits im PR vertreten ist, können das bestätigen.

Natürlich werden im PR auch Themen besprochen, die die Eltern augenscheinlich erst einmal nichts angehen, aber auch hier können die Eltern evtl. mit Ideen und Anmerkungen beisteuern (Stichwort Querdenken).

In der Sekundarstufe, oder den Berufsschulen gehört es zum natürlichen Abnabelungsprozess der Kinder, dass sie selbstständiger werden und das Elternhaus immer weniger vom Schulalltag mitbekommt. Das bedeutet aber nicht, dass wir Elternräte uns nicht weiter konstruktiv und nicht nur finanziell einbringen wollen

Wir vom EBOB möchten, dass die rechtliche Grundlage per Dekret für eine Teilnahme der Eltern und Schüler am PR geschaffen wird.

 

Das bestehende Dekret könnte nach unseren Vorstellungen wie folgt erweitert werden (roter Text):

Artikel 49 - Zusammensetzung und Arbeitsweise

Der Pädagogische Rat besteht aus dem Schulleiter oder den Schulleitern, dem Vertreter des Schulträgers sowie aus mindestens 5 Mitgliedern [des Lehr-, Erziehungshilfs-, paramedizinischen und sozialpsychologischen Personals], sowie 2 Elternvertretern und 2 Schülervertretern.

In einer Schule oder Niederlassung mit weniger als 5 Mitgliedern des [Lehr-, Erziehungshilfs-, paramedizinischen und sozialpsychologischen Personals] besteht in Abweichung von Absatz 1 der Pädagogische Rat aus allen Mitgliedern des Lehr- und Erziehungspersonals und mindestens 1 Eltern- und 1 Schülervertreter.

Alle Mitglieder des Pädagogischen Rates haben Stimmrecht. Der Schulleiter oder einer der Schulleiter ist Vorsitzender des Pädagogischen Rates. 


Religionsunterricht

 Wir finden es sehr begrüssenswert, dass das Thema Religionsunterricht diskutiert wird.

Die Gesellschaft und die Welt sind im Wandel. Diesen Veränderungen sollte sich auch dieses Unterrichtsfach anpassen.

 

Wie eine EBOB-Kollegin es ausdrückt:

„Auf der einen Seite finde ich es gut, dass den Schülern Werte wie Toleranz und Respekt in einem Religionsunterricht vermittelt werden. Dort wird ja auch über andere Religionen gesprochen.

Auf der andern Seite frage ich mich, ob ein Religionsunterricht wirklich noch Platz hat in unserer Zeit.

Wichtig ist in jedem Fall, den jungen Leuten den Respekt im Umgang mit andern Menschen und anders denkenden Menschen zu lehren. Da ist die Glaubensrichtung wirklich zweitrangig.

 

Dieser Meinung möchte sich der Elternbund anschliessen. Auch aus dem Grund, dass wir den Eindruck haben, dass dies eine recht verbreitete Meinung ist.

 

Ob das Fach Religionsunterricht, Moral oder Ethik genannt wird, ist zweitrangig. 

Auf die Inhalte und die Vermittlung kommt es an.

 

Unser Vorschlag für zukünftigen Religionsunterricht ist daher:

 

  • Ja zum Religionsunterricht als Pflichtfach, es würde sonst nicht mehr gewählt werden, da es keinen Vorteil für den Abschluss und Prüfungen bringt
  • Konfessionsübergreifender Unterricht ist unbedingt gewünscht, da die Kinder nicht nur die eigene Religion bzw. Kultur kennen lernen sollen, sondern auch die ihrer Mitmenschen. Dieser Unterricht ermöglicht es dann, dass ein Kind, das durch Elternhaus und Gesellschaft z.B. die katholische Religion und deren Besonderheiten wie bspw. Weihnachten, Taufe, Konfirmation kennt, auch Bescheid weiss über den Islam und dessen Hintergründe und Rituale. Es weiss dann, dass auch die Menschen, die anderen Glaubensrichtungen angehören, hierdurch nichts Bedrohliches haben, weil es ja die Inhalte dieser Religionen kennt. Und somit könnte der Unterricht dazu beisteuern, dass Religion die Menschen nicht mehr trennt, wie es die aktuelle Lage und Geschichte der Welt zeigt, sondern die Gemeinsamkeiten der Menschen und ihrer innersten Überzeugungen aufzeigt.
  • Die Religion wird möglichst von jemanden vermittelt, der dieser Glaubensrichtung angehört. Dies aus dem Grund, weil Religion keine reine Theorie ist, sondern mit der inneren Überzeugung zu tun hat. Nur jemand, der diese Überzeugung teilt, kann seinem Gegenüber dies authentisch vermitteln. So  ist es ein Unterschied, ob man über die Wiedergeburt aus einem Buch liest oder von jemanden dessen Glauben, der sich seit Jahrtausenden gebildet hat, erzählt bekommt. Auch können so Fragen gestellt werden: Wieso werden Eure Kinder getauft, was bedeutet das? Wieso fastet Ihr am Ramadan? Wieso esst Ihr koscheres Essen?
  • Auch konfessionsunabhängige Themen wie eben Respekt und Toleranz sollten Platz im Unterricht haben. Hierzu ist es unbedingt notwendig, dass die Schüler sich einbringen können und der Unterricht nicht aus reiner Wissensvermittlung besteht.

Theoretischer Fahrschulunterricht

Der Elternbund Ostbelgien V.o.G. wurde, stellvertretend für alle Eltern der DG, vom Ausschuss III für Unterricht, Ausbildung und Erwachsenenbildung des Parlaments der DG um Stellungnahme zu o.g. Dekretvorschlag gebeten. 


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